Carmol Rheumasalbe, Salbe

VERFORA SA

Zusammensetzung

Methylsalicylat, Levomenthol, racemischer Campher, Nelkenöl (Blütenknospen von Syzygium aromaticum (L.) Merr. et L. M. Perry), Anisöl (Früchte von Pimpinella anisum L.), Muskatöl (Kerne von Myristica fragrans Houtt), Citronellöl (oberirdische Teile von Cymbopogon winterianus Jowitt), Salbeiöl (Blätter und Stängel von Salvia officinalis L.), Thymianöl (blühende oberirdische Teile von Thymus vulgaris L. und/oder Thymus zygis L.), Eukalyptusöl (Blätter oder Zweige von verschiedenen Eucalyptus-Spezies), Terpentinöl (Terpentin von Pinus pinaster Aiton und/oder Pinus massoniana D. Don.)

100 g Salbe enthalten die Hilfsstoffe Wasser, Glycerylstearat, 6.00 g Lanolin, Decyloleat, Isopropylmyristat, 3.00 g Cetylalkohol, Cetearyl Ethylhexanoate/Isopropyl Myristate, 0.40 g Methylparahydroxybenzoat (E 218), 0.20 g Propylparahydroxybenzoat (E 216)

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Salbe zur Anwendung auf der Haut. 100 g Salbe enthalten 0.73 g Methylsalicylat, 1.35 g Levomenthol, 0.50 g racemischen Campher und ätherische Öle: 0.05 g Nelkenöl, 0.07 g Anisöl, 0.09 g Muskatöl, 0.11 g Citronellöl, 0.11 g Salbeiöl, 0.19 g Thymianöl, 0.84 g Eukalyptusöl, 0.90 g Terpentinöl.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Carmol Rheumasalbe wird äusserlich angewendet

-bei Schmerzen und Entzündungen der Gelenke, Muskeln, Bänder und Sehnen wie rheumatischen Beschwerden, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Hexenschuss, Ischialgie, Tennisellenbogen, Sehnenscheidenentzündung, Muskelverkrampfungen, Muskelverspannungen, Muskelkater, Wadenkrämpfen;

-bei stumpfen Verletzungen wie Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen, Zerrungen, Verrenkungen.

Carmol Rheumasalbe ist auch geeignet als Massagesalbe, um die Muskeldurchblutung zu fördern.

Dosierung/Anwendung

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung und Sicherheit von Carmol Rheumasalbe bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.

Art der Anwendung

Erwachsene: Bis zu 5-mal täglich einen 2-5 cm langen Salbenstrang Carmol Rheumasalbe auf die zu behandelnden Körperstellen auftragen und einreiben oder leicht einmassieren. Anschliessend die Hände mit Seife waschen.

Kontraindikationen

Carmol Rheumasalbe darf nicht bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet werden.

Nicht anwenden bei bekannter Empfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe (gemäss Zusammensetzung).

Nicht anwenden bei Neigung zu Allergien.

Bei Niereninsuffizienz nicht über längere Zeit oder grossflächig anwenden.

Nicht bei bestehender gerinnungshemmender Therapie anwenden, da es auch bei lokaler Anwendung zu Blutungen durch den Wirkstoff Methylsalicylat kommen kann.

Nicht für Kompressen, Fixationen und Bandagen verwenden.

Nicht auf offene und blutende Wunden streichen.

Nicht auf Schleimhäute auftragen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Nach der Anwendung von Carmol Rheumasalbe die Hände gründlich mit Seife waschen.

Behandelte Körperstellen nicht mit Verbänden abdecken.

Augenkontakt mit Carmol Rheumasalbe unbedingt vermeiden.

Sich während der Behandlung nicht der Sonne aussetzen.

Kann örtlich begrenzte Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.

Kann allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Interaktionen

Es liegen keine Untersuchungen zur Wechselwirkung von Carmol Rheumasalbe mit anderen Arzneimitteln vor.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten zur Sicherheit von Carmol Rheumasalbe während der Schwangerschaft vor. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität wurden nicht durchgeführt. Daher sollte Carmol Rheumasalbe während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist klar notwendig.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob die in Carmol Rheumasalbe enthaltenen Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen. Carmol Rheumasalbe ist für Säuglinge kontraindiziert. Daher darf Carmol Rheumasalbe während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen nach Markteinführung

Die nachfolgend aufgeführten unerwünschten Wirkungen stammen aus Beobachtungen nach Marktzulassung von Carmol Rheumasalbe, weshalb keine verlässlichen Häufigkeiten angegeben werden können.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautreizungen (Rötungen, Jucken), Hautbrennen, Hautausschlag

Bei übermässiger Reizung der Haut sollte die Behandlung mit Carmol Rheumasalbe abgebrochen und die betroffene Stelle mit einer fetthaltigen Flüssigkeit, z.B. Milch, abgespült werden.

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Eigenschaften/Wirkungen

M02AC

Carmol Rheumasalbe enthält ätherische Öle aus 8 Heilpflanzen sowie weitere pflanzliche und synthetische Wirkstoffe. Diese ergänzen sich gegenseitig in ihren Eigenschaften.

Methylsalicylat

Methylsalicylat wird im Haut- und Unterhautzellgewebe zu Salicylsäure metabolisiert. Methylsalicylat hat systemisch eine analgetische und antiphlogistische Wirkung. Es ist nicht bekannt, in welchem Ausmass dies auch bei einer externen Anwendung zutrifft.

Menthol

Menthol hat eine gefässerweiternde Wirkung und kann so ein Kältegefühl hervorrufen.

Pharmakokinetik

Methylsalicylat, Campher, Menthol

Methylsalicylat wird bei topischer Applikation über die Haut aufgenommen und durchdringt die darunter liegenden Gewebe. Dort wird Methylsalicylat zu Salicylsäure metabolisiert. Die systemische Exposition gegenüber Methylsalicylat, Campher und Menthol ist bei bestimmungsgemässen Gebrauch gering.

Präklinische Daten

Es liegen keine regulatorischen präklinischen Studien oder Daten vor, insbesondere auf den Gebieten der Mutagenität/Karzinogenität und Reproduktionstoxizität. Es sind keine für die Anwendung von Carmol Rheumasalbe sicherheitsrelevanten präparatespezifischen Daten bekannt.

Sonstige Hinweise

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern lagern.

Den Behälter fest verschlossen halten.

Zulassungsnummer

38345 (Swissmedic)

Packungen

Tube à 80 g [D]

Zulassungsinhaberin

VERFORA SA, 1752 Villars-sur-Glâne.

Stand der Information

Oktober 2019